2025 – 2024 – 2023 – 2022 – 2021
2025
17. und 18. Okt.:
Soirée française
im Hofmannsthal-Schlössl
Am 17. und 18. Oktober 2025 wurde das Hofmannsthal-Schlössl in Rodaun zum Schauplatz einer ganz besonderen Konzertreihe: Mit der „Soirée française“ setzte der Kulturverein Rodaun Aktiv die historische Tradition der Hauskonzerte fort, die schon zu Zeiten Hugo von Hofmannsthals in diesen Räumen gepflegt wurden. Ziel war es, den ehemaligen Salon des Schlössls – heute privater Wohnraum – für ein hochwertiges kammermusikalisches Format zu öffnen und einem interessierten Publikum zugänglich zu machen.

Gestaltet wurde der Abend von Naama Isabelle Fassbinder (Gesang) und Elias Meiri (Klavier). Das Programm reichte von französischen Chansons – von Charles Aznavour bis Zaz – bis hin zu französischer Lyrik, unter anderem von Arthur Rimbaud, Paul Verlaine und Louise Labé. Die Verbindung von Musik, Jazz-Elementen und Dichtung schuf eine intime Konzertatmosphäre, die durch das historische Ambiente des Schlössls besonders zur Geltung kam.

Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten war die Besucherzahl auf rund 40 Personen pro Abend begrenzt. Insgesamt besuchten 85 Gäste die beiden Konzertabende, viele weitere Interessierte konnten aufgrund der begrenzten Plätze keine Karten mehr erwerben – ein Zeichen für das große Interesse an diesem besonderen Konzertformat in Rodaun.
Im Anschluss an die Konzerte lud die gastgebende Familie zu einem kleinen Buffet, bei dem Künstlerinnen, Künstler und Publikum miteinander ins Gespräch kommen konnten. Gerade dieser persönliche Rahmen machte den besonderen Charakter der Soirée aus.


Die „Soirée française“ steht beispielhaft für das Selbstverständnis des Kulturvereins Rodaun Aktiv: die Pflege historischer Orte, die Verbindung von Tradition und zeitgenössischer Kunst sowie die Schaffung wohnortnaher Kulturangebote. Die beiden Konzertabende waren sowohl künstlerisch als auch organisatorisch ein voller Erfolg und haben gezeigt, wie lebendig Kultur im kleinen Rahmen sein kann.
27. Aug. bis 6. Sept.:
Rodauner Theater Sommer

Der Rodauner Theater Sommer 2025 verwandelte den Rodauner Kirchenplatz erneut für mehrere Tage in einen lebendigen Theaterort unter freiem Himmel. Mit der großen Open-Air-Produktion „Der Besuch der alten Dame“, zwei weiteren Theaterproduktionen, einer Hofmannsthal-Matinee sowie einem eigenen Kinderprogramm entwickelte sich der Theater Sommer erstmals deutlich in Richtung eines mehrtägigen Theaterfestivals mit unterschiedlichen Formaten und Zielgruppen.

Der Kirchenplatz als Theaterraum
Ziel des Rodauner Theater Sommers ist es, den Kirchenplatz für einige Tage aus dem Alltag zu lösen und ihn als kulturellen Erlebnisraum neu erfahrbar zu machen. Bühne, Lichtgestaltung und Aufenthaltsbereiche wurden so gestaltet, dass der gesamte Platz zu einem zusammenhängenden Theaterraum wurde. Kulinarikstände, regionale Produkte und Live-Musik vor den Aufführungen sorgten zusätzlich für eine besondere Atmosphäre und machten den Theaterabend zu einem Gesamterlebnis.
Durch die unmittelbare Nähe zum ehemaligen Wohn- und Arbeitsort von Hugo von Hofmannsthal entstand zudem eine besondere Verbindung zwischen Spielort, Theatergeschichte und Gegenwart.
Der Besuch der alten Dame
Im Zentrum des Theater Sommers stand Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Die Inszenierung verstand die fiktive Stadt Güllen als Spiegel unserer Gegenwart und stellte Fragen nach Moral, Verantwortung, sozialem Druck und der Macht des Geldes.





Die Inszenierung durch Regisseur Marcus Marschalek setzte bewusst auf eine zeitlose, offene Spielweise, die die Handlung nicht in einer konkreten Epoche verortete, sondern als Spiegel gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen lesbar machte. Im Zentrum der Regiearbeit stand weniger die individuelle Schuldfrage als vielmehr die Dynamik der Gemeinschaft: Wie entsteht kollektive Verantwortung, wie verändert sozialer Druck moralische Entscheidungen, und wie verschieben sich Werte unter wirtschaftlichem Einfluss. Der Kirchenplatz wurde dabei nicht nur als Bühne, sondern als gesamter Theaterraum gedacht, wodurch das Publikum Teil des gesellschaftlichen Geschehens wurde. Die Regie verstand das Stück als „Gewissensspiegel“, der ohne plakative Moralisierung auskommt, sondern das Publikum zur eigenen Positionierung und Reflexion einlädt.







Erweiterung zum Theaterfestival
Erstmals wurde das Programm durch weitere Produktionen ergänzt:
„Der Gott des Gemetzels“
von Yasmina Reza – ein intensives Kammerspiel über bürgerliche Fassaden und gesellschaftliche Konflikte





Die Inszenierung von „Der Gott des Gemetzels“ setzte auf die präzise Beobachtung sozialer Verhaltensmuster und die schrittweise Eskalation einer scheinbar zivilisierten Gesprächssituation. Im Zentrum der Regiearbeit von Alexander Kuchinka stand das sprachliche und psychologische Zusammenspiel der vier Figuren: Aus einem höflichen Elterngespräch entwickelt sich nach und nach ein offener Schlagabtausch, in dem bürgerliche Fassaden, moralische Selbstbilder und gesellschaftliche Rollenbilder brüchig werden. Die Inszenierung arbeitete mit einer bewusst reduzierten Bühne und konzentrierte sich ganz auf Rhythmus, Timing und die zunehmende emotionale Dynamik zwischen den Figuren.

„Betrogen“
von Harold Pinter – ein psychologisches Beziehungsdrama über Untreue, Loyalität und Selbsttäuschung






Bei „Betrogen“ wurde in der Regiearbeit von Luisa Srachowiak der Fokus auf die leisen Zwischentöne, auf Pausen, Blicke und das Ungesagte gelegt – also auf jene Spannungsräume, die Pinters Texte prägen. Die rückwärts erzählte Handlung wurde dabei nicht als formales Experiment, sondern als emotionaler Erinnerungsraum verstanden: Das Publikum erlebt eine Beziehung nicht von ihrem Beginn bis zu ihrem Ende, sondern von ihrem Ende zurück zu ihrem Anfang – und sieht dadurch nicht, wie eine Liebe entsteht, sondern wie sie langsam zerbricht.





Die Inszenierung setzte auf eine reduzierte, konzentrierte Spielweise und stellte die Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrer Sprache, ihrer Präsenz und den feinen Verschiebungen zwischen Wissen, Lüge und Selbsttäuschung in den Mittelpunkt. Gerade im Open-Air-Raum entwickelte diese intime Form eine besondere Intensität und bildete einen bewusst gesetzten Kontrast zu den großen Ensembleproduktionen des Rodauner Theater Sommers.
Hofmannsthal-Matinee
eine literarisch-theatrale Vormittagsveranstaltung über Werk und Wirkung Hugo von Hofmannsthals

Die Hofmannsthal-Matinee stellte eine bewusste Verbindung zwischen dem Spielort Rodaun und seinem berühmtesten literarischen Bewohner Hugo von Hofmannsthal her. In einer Mischung aus Lesung, Schauspiel und biografischen Einblicken näherte sich die Matinee dem Werk und der Persönlichkeit Hofmannsthals und machte dabei auch die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung Rodauns als Rückzugs- und Arbeitsort des Dichters sichtbar. Die Matinee war dabei nicht als klassische Lesung angelegt, sondern als literarisch-theatrale Vormittagsveranstaltung, die Texte, Szenen und biografische Kontexte miteinander verband und so einen ruhigen, reflektierenden Gegenpol zu den großen Abendproduktionen des Theater Sommers bildete.





Durch diese unterschiedlichen Formate wurde der Rodauner Theater Sommer erstmals als zusammenhängendes Festival mit verschiedenen ästhetischen Zugängen und Spielzeiten erlebbar.
Kinderprogramm – Theater für junges Publikum

2025 wurde außerdem erstmals ein eigenes Kinderprogramm durchgeführt. An mehreren Nachmittagen wurde der Kirchenplatz gezielt zum Theaterraum für Kinder und Familien. Gezeigt wurden:
- „Plitsch Platsch Plum“ (Puppentheater)
- „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“
- „Die Stadtmaus und die Landmaus“





Ziel war es, Kinder frühzeitig für Theater zu begeistern, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und langfristig ein junges Publikum für das Sommertheater aufzubauen. Das Angebot wurde sehr gut angenommen und soll künftig fixer Bestandteil des Rodauner Theater Sommers bleiben.







Theater als Ort der Begegnung
Der Rodauner Theater Sommer versteht sich nicht nur als Aufführungsreihe, sondern als kultureller Begegnungsraum. Theater, Publikum, Gespräche, Kulinarik und Musik verbinden sich zu einem gemeinsamen Erlebnis. Die Produktionen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Belebung des öffentlichen Raums, zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und zur Stärkung der lokalen Kulturszene in Wien-Liesing.
Der Rodauner Theater Sommer 2025 hat gezeigt, wie aus einer Theaterproduktion ein ganzes Festival entstehen kann – getragen von einem engagierten Ensemble, vielen Helferinnen und Helfern und einem treuen Publikum.
13. und 14. Juni:
Rock Rodaun 25 – Musikfestival
Am 13. und 14. Juni 2025 wurde die ehemalige Straßenbahnschleife in Rodaun erneut zum Treffpunkt für Musik, Nachbarschaft und gelebte Kultur: Der Kulturverein Rodaun Aktiv veranstaltete zum vierten Mal das Rock Rodaun Musikfestival – ein ehrenamtlich organisiertes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt.

Rock Rodaun versteht sich seit Beginn als niederschwelliges Kulturangebot für den 23. Bezirk. Ziel ist es, vor allem regionalen Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu geben, kulturelle Teilhabe für alle zu ermöglichen und Menschen im Grätzl zusammenzubringen. Gleichzeitig wird das Festival nach den Kriterien der Stadt Wien als ÖkoEvent organisiert und setzt bewusst auf Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit.
13 Bands an zwei Festivaltagen
An zwei Tagen standen insgesamt 13 Bands auf der Bühne und spielten jeweils 45-minütige Sets. Das Programm reichte von Rock über Indie bis Blues und sorgte für ein abwechslungsreiches Festivalwochenende.






Freitag:
KaRoLieBe RockBrass – Taste The Pure – Zoitog – Lost & Found – Cross Connection – Grandpa’s Finest
Samstag:
Soundpix – Blau AG – Arisona – 24 Cans – Crossroxx – RayS – The Gang
Alle Auftritte konnten planmäßig stattfinden, das Festivalgelände war frei zugänglich und wurde an beiden Tagen um 22 Uhr geschlossen.













Besucherrekord und bunt gemischtes Publikum
Mit rund 2.800 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete Rock Rodaun 2025 die bisher höchste Besucherzahl. Das Publikum bestand aus Anwohnerinnen und Anwohnern, Familien, Jugendlichen sowie Musikinteressierten aus ganz Wien – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich das Festival als fixer Bestandteil des Kulturlebens im Süden Wiens etabliert hat.


Ein zentraler Bestandteil des Festivals ist das Nachhaltigkeitskonzept. Dazu gehörten unter anderem ein Pfandsystem für Getränke, Mehrweggeschirr, Mülltrennung, LED-Beleuchtung sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben wie der Rodauner Biermanufaktur und Heurigenbetrieben aus der Umgebung. Auch die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln trägt zum umweltfreundlichen Konzept bei.
Ehrenamt als Fundament
Rund 50 freiwillige Helferinnen und Helfer sowie 87 Musikerinnen und Musiker waren am Festival beteiligt – von Bühnenbau und Technik über Gastronomie bis zur Betreuung der Bands. Rock Rodaun zeigt damit, was möglich ist, wenn viele Menschen ehrenamtlich zusammenarbeiten und ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Trotz eines reibungslosen Ablaufs stellte die Finanzierung eine Herausforderung dar: Steigende Infrastrukturkosten, geringere Sponsorengelder und organisatorische Auflagen erschwerten die Durchführung. Dank der Kulturförderung des Bezirks, der Einnahmen aus der Gastronomie und einer kleinen Ausgleichszahlung des Kulturvereins konnte das Festival dennoch ausgeglichen abschließen.









Rock Rodaun 2025 war organisatorisch, musikalisch und gesellschaftlich ein voller Erfolg. Das Festival stärkt die lokale Musikszene, schafft Begegnungsräume für unterschiedliche Generationen und zeigt, wie nachhaltige Kulturveranstaltungen auf ehrenamtlicher Basis funktionieren können.
Eine Fortsetzung ist auch für 2026 geplant – mit neuen Kooperationen, Nachwuchsbands und weiteren Programmpunkten wie einer Jam-Session am Samstagnachmittag.
2024
18. und 19. Okt. :
Weltreise durch Zeit und Raum
Multi-Instrumentalistin und Sängerin Corina Kuhs hat zu einer musikalischen Weltreise durch Zeit und Raum in Hofmannsthal-Schlössl geladen.

29. Aug. bis 7. Sept.:
Der Schwierige
Der Rodauner Theater Sommer brachte 2024, anlässlich des 150. Geburtstags von Hugo von Hofmannsthal, die Komödie „Der Schwierige” auf die Open-Air-Bühne auf dem Rodauner Kirchenplatz. Gespielt wurde vom 29. Aug. bis 7. Sept. 2024 jeweils Do, Fr und Sa.
Hans Karl Bühl ist beliebt bei den Frauen. Da gibt es Antoinette, die ihm zu Füßen liegt und mit ihm ein Verhältnis hat. Doch „Kari“, wie ihn alle nennen, möchte das Verhältnis beenden und Antoinett wieder mit ihrem Ehemann versöhnen, denn Karis eigentliche Zuneigung gilt seit langem Helene, aber das gesteht er sich und anderen nicht ein. Crescence, seine energische Schwester liebt es, die Fäden zu ziehen und in Sachen Heiratsvermittlung aktiv zu werden. Doch bei ihrem Bruder ist das schwierig, denn der kann sich nicht entscheiden, will es allen recht machen und sorgt so für großes Chaos. Und dann gibt es auch noch Stani, seine umtriebige Nichte, die ebenfalls in Sachen Liebe auf der Suche ist.
Ein Stück über Notwendigkeit und Schicksal
„Der Schwierige“ ist ein sprachgewaltiges Werk von Hugo von Hofmannsthal. Die Komödie greift einerseits das Machtvakuum nach dem Ersten Weltkrieg auf und zeigt einen schwindenden und bedeutungslosen Adel. Im Stück diskutieren die Figuren über Notwendigkeit und Zufall und wie sehr Menschen Einfluss auf ihr Schicksal haben.
In der aktuellen Rodauner Inszenierung wird der 100 Jahre alte Text von Hofmannsthal in die Jetzt-Zeit transformiert. Die Figuren lieben und leiden im Heute des kleinen „Circus Bühl“. Die Hauptfigur, bei Hofmannsthal der Graf Hans Karl Bühl, wird in Rodaun zum Zirkusdirektor, der alles so sehr und lange bedenkt, dass Entscheidungen schier ewig hinausgezögert werden, auch in Liebes- und Heiratssachen.
Der Traum vom absichtslosen Wollen
Hans Karl Bühl träumt von Unmittelbarkeit und Absichtslosigkeit. Die findet er im Clown namens Furlani bestens verkörpert. In Hofmannsthals Original gibt es diesen Clown nur in der Erzählung von Hans Karl Bühl. Er schwärmt von seinen Zirkusbesuchen und wie sehr ihn dieser Clown inspiriert. In Rodaun wird Clown Furlani auf der Bühne lebendig und verkörpert das “ungelebte Leben” von Kari.
Marcus Marschalek siedelte in seiner Inszenierung, für die Katharina Hauer die Regiearbeit übernahm, alle Figuren im Dunstkreis des Zirkus an und ließ das Theaterstück mit dem Ende einer Zirkusvorstellung beginnen. In Anlehnung an Nornen, schicksalsbestimmende Wesen in der nordischen Sagenwelt, traten eine Magierin, eine Kartenlegerin und eine Wahrsagerin auf. Sie hatten einiges zu tun, denn nicht immer lief das Stück so, wie Hofmannsthal es vorherbestimmt hatte. Die Figuren entwickelten ein Eigenleben und das „Zeitrad“ musste immer wieder zurückgedreht werden, um alles „in Ordnung“ zu halten.
Manege frei für das Spektakel
Peta Klotzberg hat die Regie für so manche Zirkusnummer übernommen und Sheila Gsöllpointer choreographierte zusammen mit Anna Jakobson ein Flamingas-Clown-Ballett. Dazwischen gab es viel Musik, die Ronald de Martin, Ulrich Dallinger und Michael Wachelhofer schrieben und teilweise auch live performten. Insgesamt standen 29 Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne.
Verführerische Versprechungen
Im Original, gleich zu Beginn, gibt es eine interessante Figur: Vinzenz wird als schroffer, überheblicher neuer Diener eingeführt. Hofmannsthal entlässt die Figur des Vinzenz jedoch im Laufe des Stückes. In Rodaun darf Vinzenz weiterspielen und füllt den zunehmenden Bedeutungsverlust von Hans Karl Bühl selbstbewusst aus. Vinzenz entpuppt sich mehr und mehr als menschenverachtender, schroffer Blender, der mit Populismus das Zirkusvolk auf seine Seite zu ziehen versucht. „Let’s make the circus great again”, schmettert er schließlich in die Manege.
Vier Jahre Rodauner Theater Sommer
Auch im vierten Jahr setzte der Rodauner Theater Sommer wieder auf eine bewährte Mischung aus Profis und engagierten Laien und wagte sich in kreativer Weise an die nächste Hofmannsthal Interpretation.
Es spielten: Karin Brandl (Edine), Renate Fanninger (Flaminga Clown Ballett), Sheila Feliciano Gsöllpointner (Flaminga Clown Ballett), Andreas Fischer (Altenwyl), Andrea Fischer (Nanni), Ines Fischer (Wahrsagerin), Markus Gold (Brandstätter), Bernd Gratzer (Hechingen), Katharina Hauer (Magierin), Wolfram Hermann-Hubler (Zauberclown), Anna Jakobson (Flaminga Clown Ballett), Nela Jules (Helene), Christian Kenngott (Furlani ), Peta Klotzberg (Stani), Christina Kohlross (Crescence), Christa Korlath (Flaminga Clown Ballett), Elisabeth Lederer (Kartenleserin), Marcus Marschalek (Hans Karl Bühl), Gernot Maxa (Neuhoff), Martin Pieper (Zirkusmusiker), Christopher Ritsch (Vinzenz), Reinhard Schäfer (Berühmter Mann), Bettina Schimak (Antoinette), Sarah Schwarz (Agathe), Michael Wachelhofer (Feri Uhlfeldt), Alice Zach (Flaminga Clown Ballett), Gerhard Zach (Lukas), Susanne Zrzavy (Huberta)
Regie & Inszenierung: Katharina Hauer, Textbearbeitung & Inszenierung: Marcus Marschalek, Musik: Ulrich Dallinger, Peta Klotzberg, Tamara Löwenstern, Ronald De Martin, Michael Wachelhofer, Licht: Rudolf Anlanger, Ton: Paul Strasser, Nico Kromp Kostüm: Christa Korlath, Choreographie „Flamingas“: Sheila Gsöllpointner, Anna Jakobson, Choreographie Zirkus & Gesang: Peta Klotzberg
Kulturverein Rodaun Aktiv, Ketzergasse 423, 1230 Wien, E-Mail: info@rodaunaktiv.net, Tel.: +4366488119408, ZVR-Zahl: 1554554781
14. und 15. Juni: Rock Rodaun 2024
Rock- und Bluesmusik bei der Straßenbahnstation Rodaun
Am 14. und 15. Juni 2024 ging Rock Rodaun in die dritte Saison. Das Veranstaltungsgelände des Festivals waren wieder die Gleise der alten Umkehrschleife bei der Straßenbahnstation Rodaun auf dem Geländer der Wiener Linien.
Elf Bands, die entweder aus Rodaun und Umgebung stammen oder einen direkten Bezug zu Rodaun haben, stellten ihre Talente auf auf der Rock Rodaun Bühne zur Verfügung: Neben den beiden Headlinern „Grandpa’s finest“ (Freitag) und „Whiskey Beat“ (Samstag) standen “A True Love Story”, “Cross Connection”, “Mykage”, “Objekt 15”, “SoundpiX”, „Taste the Pure”, „Zoitog“, „Crossroxx“ auf der Rock Rodaun Bühne.
Eröffnet wurde das Festival durch die Bläser:innen von „RockBrass KaRoLieBe“. Insgesamt standen über 80 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne.
Thematisch sortiert kamen die Songs aus den Genres Rock, Country, Swing und Blues. Gerahmt wurde das Musikprogramm durch Getränke und Essensstände, die primär Produkte aus der Region anboten. So gab es wieder Rodauner Craftbier vom Fass und Wein von den Heurigenbetrieben „Distl“ und „Beranek“. Getränke und Speisen wurden ausschließlich in Pfandbecher und auf Pfandteller ausgegeben. Rock Rodaun hat sich den Regeln eines OköEvents der Stadt Wien selbstverpflichtet.
Das Rock Rodaun Musikfestival war täglich von 16.00 Uhr bis 21.45 Uhr geöffnet. Mit der direkten Lage an der Straßenbahnstation 60 und Autobusstationen von 60A und verschiedener Regionallinien war eine öffentliche Anreise aus dem Bezirk und der Umgebung leicht möglich.
„Wir rocken Rodaun“, hatten sich ein rund 25-köpfiges Team des Kultuvereins Rodaun Aktiv vorgenommen und mit viel Herzblut ehrenamtlich die Vorbereitung und Durchführung des Festivals organisiert. In Summe haben an den beiden Tagen fast 2000 Menschen Rock Rodaun besucht und sich auch vom Regen am Abend des zweiten Veranstaltungstags nicht abhalten lassen. Eines der Ziele von Rock Rodaun war Menschen aus dem Grätzl miteinander in Kontakt, ins Gespräch und ins Feiern zu bringen. Musik ist eine Sprache, die es schafft, Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen miteinander zu verbinden. Das scheint auch 2024 wieder gut gelungen zu sein.
Erstmals 2024 mit dabei „Crossroxx“
In Summe fiel durch das Festival wegen des Pfandsystems kaum Müll an. Leider brachten jedoch einige Besucher:innen Dosen und eigenen Müll aufs Festivalgelände, der von Rock Rodaun sortiert und entsorgt wurde. Es wurden auch alle Zigarettenreste aufgehoben und entsorgt. Auch diese, die schon vor dem Festival auf dem Gelände lagen.
2023
7. und 8. Okt: Europa trifft Persien
Ein Liederabend über alle Grenzen hinweg im Hofmannsthal-Schlössl. Die Künstlerin Samaan singt persische Lieder, französiche Chansons und Love-Songs. Begleitet wird sie am Klavier von Matthias Kampe.

14. bis 17 Sept.: Sommernachtstraum in Rodaun
Shakespeares Sommernachtstraum ging 2023 in seine zweite Spielzeit in Rodaun. Auf der Bühne standen dabei wieder 16 Schauspielerinnen und Schauspieler, die von einem rund 30 köpfigen Team hinter der Bühne für Technik, Ablauf und Organisation begleitet wurden. Um die Zufahrt für die Anrainer am Rodauner Kirchenplatz zum Haus Nr. 1 jederzeit zu gewährleisten, mussten zwei Sitzreihen aus dem Verkauf genommen und die Anzahl der Tickets auf rund 200 pro Vorstellung begrenzt werden. Merkbar beim Ticketverkauf war, dass es in und rund um Wien gleichzeitig unerwartet viele Inszenierungen des Sommernachtstraums gab und weniger Tickets verkauft wurden, als erwartet.
Lob von Publikum und Presse
In Summe haben wir wieder großes Lob vom Publikum und auch von der Presse für unsere Inszenierung erhalten und waren mit dem „Sommernachtstraum“ in zahlreichen Publikationen wie NÖN, News, Kurier, Bezirksblatt, usw. präsent. Die Vorstellungen wurden an zwei Abenden von einem 20 köpfigen Ensembles von V.O.I.C.gerahmt. An den übrigen Abende stand Ronald de Martin für die musikalische Begleitung zur Verfügung.. Mit seinen eigens für den Sommernachtstraum komponierten Rocknummern hat er vor Beginn und in der Pause eine einzigartige Atmosphäre am Rodauner Kirchenplatz geschaffen. Die Musik im Stück wurde in bewährter Weise von Ulrich Dallinger komponiert.
Wir hatten mit dem Wetter glück und konnten alle Vorstellungen vor der traumhaften Kulisse der Rodauner Bergkiche spielen. Dennoch war im Kulturzentrum eine identische Bühne aufgebaut, um jederzeit wechseln zu können.
Auswirkungen von Corona
Insgesamt war der Ticketverkauf nochmals „schwieriger“ als 2022. Viele Menschen wollten nicht lange im Vorhinein Tickets kaufen, weil sie Angst hatten, dass es wegen Corona zu Verschiebungen oder Absagen kommen könnte. Kurz vor den Vorstellungen hatten die Menschen dann Sorge um das Wetter und zögerten weiter mit dem Kauf von Eintrittskarten.
Miteinander füreinander
Positiv erlebten wir, dass mit der Theaterproduktion einerseits Menschen aus der Region ins gemeinsame Tun gebracht wurden – rund 80 Personen waren in verschiedensten Funktionen für das Projekt tätig – und andererseits Menschen aus Rodaun und Umgebung bei einem gemütlichen Theaterabend in Kontakt kommen konnten. Der Rodauner Theater Somme hat somit durchaus zu einer Verstärkung des “Wir-Gefühls” bei vielen beigetragen.
Der „Sommernachtstraum“ ein amüsanter Tanz zwischen Illusion und Wirklichkeit
Der Sommernachtstraum ist nicht von ungefähr eines von Shakespeares meistgespielten Stücken: So inspirierend ist die dargestellte Welt der Elfen, so vergnüglich die Komik um die flatterhafte menschliche Liebe, dass uns der Sommernachtstraum bis heute nicht loslässt. Die virtuos verwobenen Geschichten des Stücks sind rasch erzählt: Zwei Athener Liebespaare werden in der Mittsommernacht verzaubert, sodass plötzlich jeder einen anderen liebt. Ein Elfenkönigspaar amüsiert sich auf Kosten der Sterblichen, die sich nachts im Wald verirrt haben. An der Hochzeit des Herzogs von Athen kommt der Klamauk schließlich zum Höhepunkt. Der Sommernachtstraum ist ein amüsanter Tanz auf der Grenze zwischen Illusion und Wirklichkeit, in dem der Autor mit meisterlicher Komik und Sprache glänzt.
„Was mich schon immer am Sommernachtstraum fasziniert hat, sind die verschiedenen Handlungsebenen, die sich durchdringen“, sagt Katharina Hauer, die 2021 als Frau Jedermann auf der Bühne stand und nun das Regiezepter in die Hand genommen hat. „Dieses Spiel um Illusion und Realität, um Phantasie und Rationalität ist faszinierend und kann vor der herrlichen Kulisse der Bergkirche perfekt auf die Bühne gebracht werden. Der Welt des Tages und der Rationalität, dargestellt durch den athenischen Hof und seinen Herrscher Theseus, steht die Welt der Nacht und der Phantasie gegenüber, in der Oberon und Titania als Herrscher des Waldes und der Feenwelt leben.“
„Theater hat eine ungeheuer belebende Kraft, gerade für Stadtrandgrätzl wie Rodaun. Es wirkt auf so vielen Ebenen positiv gesellschaftsbildend. Menschen werden eingeladen, mit Hilfe von Geschichten aktuelle Herausforderungen aus neuen Blickwinkeln zu betrachten”, sagt Intendant Marcus Marschalek. Geplant ist eine Wiederaufnahme der Rodauner Sommernachtstraum-Inszenierung beim Rodauner Theatersommer 2023.
6. bis 10. Sept.: Der Rosenkavalier
Der Rodauner Theatersommer ging im Sept. 2023 in seine dritte Saison und ist für viele bereits zu einem festen kulturellen Highlight im Bezirk geworden, das auch von der Presse wieder mehrfach wahrgenommen wurde. Mit der Neuinszenierung des Rosenkavaliers stand der bekannte österreichische Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal, der bis zu seinem Tod in Rodaun lebte, damit weiterhin im Zentrum des Rodauner Theatersommers, der sich dazu verschrieben hat, jedes Jahr unter anderem eine Inszenierung unter dem Motto “Hofmannsthal und seine Zeit” auf die Bühne zu bringen.
Liebe und Missbrauch
2023 wurde Hugo von Hofmannsthal Rosenkavalier als Theaterstück neu inszeniert. Über 18 Monate wurde an der Stückentwicklung gearbeitet. Zunächst sollte der Text möglichst originalgetreu auf die Bühne gebracht werden. Doch rasch wurde klar, dass das Team den Text im Jahr 2023 nicht unkommentiert spielen wollte. Vor allem die sexuelle Übergriffigkeit der Figur des Baron von Lerchenau sollte etwas entgegengesetzt werden. So wurde in einem ersten Schritt der Handlung des Rosenkavaliers ein Rahmen verpasst: Auf der Bühne produziert eine Filmproduktionsfirma einen Rosenkavalier-Film. Dabei entpuppte sich, dass die Personen der Filmproduktionsfirma den Charakteren des Rosenkavaliers, etwa der Marschallin oder dem Baron, der Sophie oder dem Octavian ähnlicher sind, als sie denken oder ihnen lieb ist.
Zeitsprünge über 250 Jahre
Die Kontinuität im Text wurde beibehalten und die Szenen chronologisch aneinandergereiht: Jedoch einmal in Hofmannsthals “Originalsprache” der Zeit von Maria Theresia und einmal transferiert in ein modernes Deutsch von heute. Historische “Filmpassagen” und Backstage-Szenen im Filmstudio gingen nahtlos ineinander über. Die Textbearbeitung übernahmen Georg Fiala, der jedoch vorzeitig aus dem Projekt ausstieg, Bettina Schimak und Marcus Marschalek.
Historische Briefe von Strauss und Hofmannsthal
In der Beschäftigung mit den Hintergründen zur Entstehung des Rosenkavaliers wurde viel mit den Briefe von Strauss und Hofmannsthal gearbeitet. Schon bald entstand die Idee, auch diese Briefe in das Theaterstück einzubauen, und so wurden mehrere Szenen für Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal geschrieben, die auf die Originaltexte der Briefe zurückgreifen.
Der Oper die Musik beraubt
Der emotionalen Musik beraubt, wirkte der blanke Text stellenweise sehr hart. Es wurde offensichtlich, dass alle Figuren ihre Stellung für Machtmissbrauch verwenden. Und so schien es für die Rodauner Inszenierung unbedingt wichtig wieder Musik einzuführen, die zwar Richard Strauss zitiert, aber keinesfalls kopiert. In Ulrich Dallinger wurde abermals ein genialer Theaterkomponisten gefunden, der die großen musikalischen Themen der Oper aufgriff und einen komplett neuen Sound für das Theaterstück zusammenstellte. Um die Musik als Reflexionsebene wirken zu lassen, wurden Schattenspsequenzen eingezogen. In fünf, von Peta Klotzberg choreografierten Schattenspielen, wird die Handlung des Stückes nochmals auf einer abstrakten Ebene reflektiert und musikalisch kommentiert.
Barocker Steam Punk
Co-Regisseurin Bettina Schimak zeichnete gemeinsam mit Christa Korlath für die Kostüme verantwortlich. Da schnell klar war, dass eine professionelle historische Kostümierung für die historischen Filmszenen bei weitem das Budget sprengen würde, wurde ein eigener Barock-Steam-Punk-Stil entwickelt. Bei der Beschaffung der einzelnen Kostümteile war dem Team ein ethisch verantwortungsvoller Einkauf wichtig. Viele Kostüme wurden gänzlich selbst geschneidert. Vor allem die 18 Perücken waren dann doch asiatische Massenware. Die historischen Kostüme hatten dann jeweils eine farbliche Entsprechung zu den Kostümen der Personen in der Produktionsfirma der Jetzt-Zeit-Ebene.
Herausforderung Open-Air-Bühne
So bestechend der Flair der Open-Air-Bühne auf dem Rodauner Kirchenplatzes ist, so herausfordernd ist es für Technik und Ausstattung im Freien zu spielen. Die Bühne mit Maßen von 12 x 4 x 4 Metern hat eine riesige Angriffsfläche für Wind. Es musste lange mit Gewichten und allen möglichen Konstruktionen experimentiert werden, um die Leinwände für das Schattenspiel bzw. die Videoproduktionen windsicher zu machen. Die extremen Temperaturunterschiede zwischen warmen bis heißen Tagen und sehr kühlen Nächten, mit viel Kondensation, waren der Technik nicht zuträglich. Auch hier galt es viel zu experimentieren, um das gesamte Lichtequipment feuchtigkeitsresistent aufzubauen.
Grenzerfahrung im Team
Mit der Neuinszenierung des Rosenkavaliers ging das gesamte Team an seine Grenzen und wären auch fast gescheitert. Es war eine Herkulesaufgabe 25 Haupt- und Nebenberufliche sowie Laien-Schauspieler zu regelmäßigen Proben über ein Jahr zu versammeln. Der Aufbau einer komplett identen zweiten Bühne im Kulturzentrum Perchtoldsdorf als Schlechtwerttersatzquartier, forderte ebenfalls viele Kräfte. Herausfordernd war auch, dass der Rodauner Kirchenplatz nur drei Tage vor der Premiere zur Verfügung stand. Das ist extrem wenig Zeit, um alles Auszuleuchten und Technikproben sowie Ablaufproben durchzuführen. Nichts desto trotz glückte es letztlich, mit vereinten Kräften und viel Teamgeist, dem Publikum professionelle Aufführungen zu bieten. Unterstützung kam von rund 30 freiwilligen Helferinnen und Helfern. Ein besonderer Dank gilt auch der Pfarre Rodaun, die das Pfarrheim für fast drei Wochen als Garderobe, Kostüm- und Kulissenlager zur Verfügung stellte, sowie alle notwendigen Stromanschlüsse bereit hielt.
Bezirksbezug und Hofmannsthalnähe
Partizipation ist ein zentrales Anliegen des Rodauner Theater Sommers. Auf der Bühne wie in der Organisation kommen Menschen durch das Projekt in Kontakt und ins gemeinsame Tun. Die Aufführungsstätte, der Rodauner Kirchenplatz, grenzt unmittelbar an das Grundstück, auf dem Hugo von Hofmannsthal gewohnt und viele seiner Texte geschrieben hat. Durch die bisherigen Aufführungen des Rodauner Theater Sommers wurde vielen Menschen in der Region erst bewusst, dass Hugo von Hofmannsthal Wahl-Rodauner war und sich zu seiner Zeit viele berühmte Persönlichkeiten der Kulturszene in Rodaun ein Stelldichein gaben. Hier noch weitere interessante Stück von Hofmannsthal und seiner Zeit auf die Bühne zu bringen, ist ein weiteres Ziel des Rodauner Theater Sommers.
Der Kulturverein Rodaun Aktiv bedankt sich für die Unterstützung seiner Arbeit aus der Bezirkskulturförderung.
5. und 6. Mai: Rock Rodaun 2023
Rock Rodaun ging am 5. und 6. Mai 2023 in die zweite Saison – Location des Festivals war wieder die Wiese der alten Umkehrschleife bei der Straßenbahnstation Rodaun.
Neun Bands, die entweder aus Rodaun und Umgebung stammen oder einen direkten Bezug zu Rodaun haben, stellten ihre Talente auf auf der Bühne zur Verfügung: “A True Love Story”, “Cross Connection”, “Grandpa’s finest”, “Mykage”, “Objekt 15”, “Sirens Habor”, “Soundpix”, Taste the Pure” und “Whiskey Beat”. Eröffnet wurde das Festival mit einem erst kürzlich in Rodaun gegründeten Balsmusikorchester. Insgesamt standen über 70 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne.
Thematisch sortiert kamen die Songs aus den Genres Rock, Country, Swing und Blues. Gerahmt wurde das Musikprogramm durch Getränke und Essensstände, die primär Produkte aus der Region anboten. So gab es wieder Rodauner Bier vom Fass und Wein von den Heurigenbetrieben „Distl“ und „Beranek“. Getränke und Speisen wurden ausschließlich in Pfandbecher und auf Pfandteller ausgegeben.
„Grandpa’s finest“
Das Rock Rodaun Musikfestival war täglich von 16.30 Uhr bis 21.45 Uhr geöffnet. Mit der direkten Lage an der Straßenbahnstation 60 war eine öffentliche Anreise aus dem Bezirk und der Umgebung leicht möglich.
„Wir rocken Rodaun“, hatten sich ein rund 20-köpfiges Team des Kultuvereins Rodaun Aktiv vorgenommen und mit viel Herzblut ehrenamtlich die Vorbereitung und Durchführung des Festivals organisiert. In Summe haben an den beiden Tagen fast 2000 Menschen Rock Rodaun besucht und sich auch vom Regen am zweiten Veranstaltungstag nicht abhalten lassen.
Rock Rodaun 2023 – Neun Bands spielten an zwei Tagen auf der Open Air Bühne
Durch die Weitläufigkeit des Festivalgeländes konnte jede und jeder die für ihn passende Lautstärke zum Zuhören finden.
Unter den Gästen durften wir vom Kleinkind bis zu den Urgroßeltern Menschen aus allen Altersbereichen begrüßen. Auch sonst war das Publikum sehr divers.
2022
3. Dez. – Rodauner Nikolausspiel
Ein stimmungsvoller Adventabend – mit vielen Aktiven aus Rodaun. Nikolaus, Engeln, und Perchten, Gute Geschöpfe Tod und Krampusse im Wettstreit zwischen gut und böse. Es war ein besonderes Ereignis für Kinder und Erwachsene.

Bereits 1997 hat Hans Steiner das Rodauner Nikolausspiel ins Leben gerufen. Es wurde bis 2002 vor der Rodauner Bergkirche mit zuletzt 140 Mitwirkenden zur Aufführung gebracht. Viele der Mitwirkenden stammten aus Rodaun und Umgebung. Dann ging das Spiel auf Reisen und machte Station in Mödling und Kaltenleutgeben. 2022 konnte nun das Rodauner Nikolausspiel wieder an seine Entstehungsstätte zurückgeholt werden. Der Widerstreit zwischen Gut und Böse, im Spiel dargestellt durch Nikolaus mit seinen Lichtgestalten und Luzifer, dem Fürsten der Nacht mit seinem Gefolge, bildeten den Mittelpunkt der Handlung. Dazu sorgte der Tod mit dem Hinweis auf unser befristetes irdisches Dasein für zusätzliche Spannung.





Auf der Bühne standen 14 Darstellerinnen und Darsteller, ein Kinderchor und zwei Perchten- bzw. Krampusgruppen. Rund 250 Personen, meist Familien mit Kindern, wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.




An die Kinder wurden nach der Aufführung vom Nikolaus Geschenke verteilt. Für die Erwachsenen gab es am Rodauner Kirchenplatz heiße Getränke und kleine Snacks. Die Regie hat wieder Hans Steiner übernommen. Organisiert wurde der theatralische Adventabend mit Perchtenlauf und Geschenken vom Nikolaus für Kinder vom Kulturverein RODAUN AKTIV, in Zusammenarbeit mit dem Pfarrverband KaRoLieBe und Unterstützung der Bezirkskulturförderung Wien Liesing. (Fotos: Horst Zecha, Marcus Marschalek)
11. und 12. Nov. – Liederabend Frauen S(s)timmen

Peta Klotzberg, Naama Isabell Fassbinder und Barbara Rektenwald verzaberten an zwei Abenden das Publikum im Salon des Hofmannsthalschlössls. Sie sangen freche, mutige, freie und auch wilde Lieder von Edith Piaf, Marylin Monroe, Suzan Vega, Annette Louisan, Amanda Palmer, Nina Hagen und anderen. Der Kulturverein RODAUN AKTIV bedankt sich bei Familie Czedik-Eysenberg für das zur Verfügung stellen der historischen Räumlichkeiten.
31.8. bis 10.9 – „Rodauner Theater Sommer“
Aufgeführt wurden zwischen 31. August und 10. September 2022 Shakespears „Sommernachtstraum“ (http://sommernachtstraum-rodaun.at) und die Wiederaufnahme von Hofmannsthals „frauJEDERmann“ (http://frauJEDERmann.at). Gespielt wurder der Open-Air-Event vor der Rodauner Bergkirche und bei Regen im Kulturzentrum Perchtoldsdorf. Mehr dazu hier!


10. Juni Fête Blanche à Rodaun
Am 10. Juni trugen im Pfarrzentrum Rodaun in der Schreckgasse 19 alle weiß! Ab 18:00 Uhr wurde getanzt, geplaudert, gegessen und der Sommer genossen! Mit Livemusik, Buffet, Cocktailbar, Disco, Ballsaal, Sektbar und Feuershow.








(Fotos: Marcus Marschalek)
6. bis 7. Mai – Rock Rodaun Musikfestival

Am 6. und 7. Mai wurde die Wiese bei der Straßenbahnstation Rodaun (Linie 60) zum Festivalgelände. Acht Bands boten Rockmusik mit Ausflügen zum Blues, Jazz, Funk und Soul vom Feinsten! Der Eintritt war frei. Gekommen waren in Summe rund 1.500 Besucherinnen und Besucher. Am Festivalgelände wurden Würstel vom Schöny, Rodauner Bier und Wein vom Beranek angeboten. Alles Produkte stammen aus der Region! Mehr zum Rock Rodaun Musikfestival hier.











(Fotos: Marcus Marschalek)
2021
5. und 6. November 2021 – Freche Lieder und das karibische Filmtheater

„Freche Lieder“ und ein „Karibisches Filmtheater“. Am 5. und 6. Nov. fand beides im Hofmannsthal-Schlössl zusammen. Vera Graaf las aus ihrem Tatsachen-Roman „Hofmannsthals Enkel. Das karibische Große Filmtheater“ und Naama Isabell Fassbinder rahmte den Abend mit frechen Liedern von Brecht, Weill, Hollaender, Leopoldi, … . Begleitet wurde sie am Piano von Willi Konstantin . Die Geschichte dahinter:
In Rodaun, inmitten der Obstbäume, ersann Hugo von Hofmannsthal sein „Salzburger Großes Welttheater“, hier schrieb er den „Jedermann“ – in der Inszenierung von Max Reinhardt 1920 fulminanter Startschuss der Salzburger Festspiele. Fünf Jahrzehnte später träumt Michael Zimmer, junger Architekt und Sohn von Hofmannsthals einziger Tochter Christiane, seinerseits von der großen Bühne bzw. Leinwand: Ein Filmtheater möchte er lancieren, allerdings nicht im heimischen New York, sondern auf der abgelegenen Insel Virgin Gorda mitten in der Karibik. Weggefährtin und Muse ist ihm Vera Graaf, zugleich die Chronistin dieses Abenteuers.

Voodoo-Zauber, eine übereifrige Bürokratie und ein launisches Publikum stellen sich den jungen Leuten in den Weg. Zum Glück fließt in den Adern des Enkels Theaterblut: Die insularen Eigenheiten geben wunderbar tragikomische Szenen für die eigene Lebensinszenierung ab. Vom berühmten Großvater hat hier freilich noch niemand gehört, und doch ist er es, dem sich das ,Karibische Große Filmtheater‘ verdankt. „Thanks, Grandpa Hugo“, heißt es einmal, und gemeint sind natürlich die Tantiemen aus dessen Werken. Hofmannsthals Enkel ist ein fesselnd wie humorvoll erzählter Tatsachen-Roman, der dem Festspielgründer und Dichterfürsten ein erfrischendes Kapitel ins Familienstammbuch schreibt.
3. bis 12. September 2021 – frauJEDERmann

Rund 1.800 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in sechs ausverkauften Vorstellungen Hugo Hofmannsthals „Jedermann“ in der Inszenierung von Marcus Marschalek als „frauJEDERmann“ verfolgt. 56 Schauspielerinnen und Schauspieler standen in Doppelbesetzung (Corona bedingt) auf der Bühne. Erstmals wurde der nur wenige Meter von Rodauner Kirchenplatz entstandene Text an seinen „Geburtsort“ zurückgeholt und im Original ungekürzt aufgeführt. Aus dem reichen Herrn Jedermann wurde allerdings eine erfolgreiche Geschäftsfrau, aus der Buhlschaft ein Buhler und die Vettern waren Cousinen. Von der Presse wurde die Inszenierung mehrfach lobend aufgegriffen.







