Projekt "Rodaun Heritage"

Das Geschichtsprojekt "Rodaun Heritage” soll mit Hilfe von Video-Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen das Leben in Rodaun im 20. Jahrhundert dokumentieren und seine Veränderungen und Entwicklungen im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext, anhand persönlicher Biografien, sichtbar machen. Darüber hinaus werden zu den Interviews passende Erinnerungsstücke, wie alte Fotos, Filme aber auch Plakate, Zeitungsausschnitte, etc. digital erfasst und gesichert.

Erinnerungen bewahren

Im Herbst 2017 hat RODAUN AKTIV das Projekt " Rodaun Heritage" gestartet. Seither wurden bereits neun alteingesessene Rodaunerinnen und Rodauner zu ihren Erinnerungen an Rodaun befragt. Vor der Video-Kamera erzählen sie von ihrer Kindheit, dem Spielen in der damals noch unregulierten Liesing, den "Zigeunern", die durch Rodaun zogen und Scheren schliffen oder den vielen kleinen Geschäften. Erinnerungen gibt es aber auch an das Stelzerbad, dessen Wasser manchmal so veralgt und trüb war, dass man tauchend Verstecken spielen konnte. Zur Sprache kamen aber auch die Kriegsjahre und die Zeit der Nationalsozialisten. Traurige Erinnerungen gibt es an die  Rodaunerinnen Helene und Ruth Fuchs, die von den Nazis im Konzentrationslager ermordet wurden. Überlebt hat den Holocaust der Sohn bzw. Bruder Karls Fuchs. Heute lebt er in Israel, auf Besuch in Wien, erinnert er sich an seine Kindheit in der Rodauner Elisenstraße.

Das Projekt wird laufend weitergeführt. Wer Rodauner Personen kennen, die wir von RODAUN AKTIV interviewen sollten, bitte mit Marcus Marschalek (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0676 4012200) Kontakt aufnehmen.

Präsentation im März 2019

Ein erster Teil des aufbereiteten Interview-Materials soll ab Mitte 2019 öffentlich im Internet abrufbar sein. Eine enge Zusammenarbeit mit privaten Rodauner Archivaren und öffentlichen Archiven ist geplant. Erste Ergebnisse sollen am 1. März 2019 präsentiert werden.